Wir 'Alten' brauchen uns vor der Klimaerwärmung nicht zu fürchten, die soziale Kälte bringt uns vorher um !


Dienstag, 1. Juli 2014

Wir pflegen nicht zu Tode

Der Titel klingt tröstlich.
Der Artikel erschien am 29. Juni 2014 in der seriösen Zeitung "Die Welt"


Wirklich nicht oder gar nie?
Nun, einen ersten Kommentar zu diesem Thema findet ihr bei Der Welt.de vergeblich,
die scheinen dort kritische Kommentare zu fürchten und haben die Kommentarfunktion
einfach dicht gemacht.
Deshalb bin ich mit meinem Kommentar auf meinen Blog ausgewichen:

(Untertitel: "Wir pflegen ab und zu auch mal zu Tode")
.

Montag, 23. Dezember 2013

Die Weihnachtsgeschichte einmal ganz anders.

Vorsicht . . . Bitter-Böse!

Nein, es wird kein Kindlein im Stall geboren, um auf Erden zu wandeln und um uns Frieden zu bringen.
Nein, ein Alter Mensch in einem Pflegeheim wird in den Himmel hinein-gepflegt. 

oder
Schleichender Tod im Alten- und Pflegeheimheim?

- oder
Wie entsorge ich die "Alten" möglichst gewinnbringend?


Benötigte "Gegenstände": 
1. Einen alten und pflegebedürftigen Menschen.
2. Ein auf Gewinn ausgerichtetes Pflegeheim.
3. Eine Pflegekraft, die möglichst viele alte Menschen gleichzeitig zu versorgen hat.
4. Ein modernes Pflegebett mit Fernbedienung für die Liegepositionen.
5. Und ganz wichtig: Politiker, Gerichte und Aufsichtsbehörden, die auch alle Hühneraugen zu drücken.

Zunächst pflege man die zu alte Person "in das Bett hinein".
Das heißt: Man hofft darauf, daß der Alte Schmerzen hat, wenn man ihn bewegt.
Lehnt dieser dann eine Mobilisierung ab, dann vermeide man die Gabe schmerzlindernder Medikamente.
- Ein Haschisch-Präparat wäre ja möglicherweise ein probates Medikament, aber das ist weder als solches zugelassen, noch ist es sinnvoll ein solches zu geben, denn der Patient soll ja im Bett bleiben, weil er Angst vor den Schmerzen einer Bewegung hat.
Außerdem sind Psychopharmaka, wie Mirtazapin etc., günstiger im Preis und auch in der die Pflegekraft entlastenden Wirkung.

Mit dieser Methode kann man die zu pflegenden Alten von der billigen Pflegestufe-I mit ein wenig Geschick so langsam in die doch wesentlich lukrativere Pflegestufe-III hinein pflegen (weniger Arbeit, aber höherer technischer Aufwand = mehr Geld!).
Ist dann so nach 3 bis 5 Jahren, wenn das Vermögen des zu Pflegenden aufgebraucht ist, dann wird es Zeit, diesen gen Himmel zu schicken.
In der Hölle war er ja hier ja schon . . .

Ein probates Mittel, um diese letzte Reise einzuleiten, ist das klammheimliche Zulassen einer Aspirationspneumonie.
Der schmerzgeplagte Alte darf sich (mit Hilfe seiner Bett-Fernbedienung) zum Essen wieder flach ins Bett hinlegen (es ist ja dann sein "Freier Wille"). Die Folge ist dann oft ein heftiges Verschlucken beim Essen oder Trinken. Mit viel Glück führt das Ganze dann zu der unvermeidlichen Aspirationspneumonie.
Und diese führt dann oft zum Tod . . .

- Das ist das Andere Weihnachten in einem Alten- und Pflegeheim in Deutschland! -

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Link zum Thema:

Pflege in Dänemark

Bloß nicht alt werden! (Blog von Claudia-Klinger)

Nachtrag vom 10. Januar 2014
Danke PHW für diesen Link in deinem Kommentar!
Diese Diskussion zur Pflegesituation in der Wikipedia wird meistens übersehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pflegeheim

Samstag, 7. September 2013

Ins billigere Ausland mit den Alten!

. . . dann brauchen wir uns das Elend hier nicht mehr länger anzusehen?


Hier ist noch ein düsterer Ausblick aus dem Jahre 2007:


Der vollständige Film ist auch noch auf YouTube zu finden . . .

Montag, 1. Juli 2013

C. Fussek und G. Schober: Es ist genug!

Letzte Aktualisierung am 03.07.2013 - 09:32 h
Du möchtest in Ruhe schlafen?
Dann vergiß dieses Buch.

Du möchtest in Würde alt werden?
Dann lese dieses Buch und werde aktiv!

Ich habe dieses Buch gerade gelesen.
Die beste Rezension habe ich bei Buchperlen gefunden.
Siehe auch hier in diesem Vortrag im Netz (Bayern plus).
Ab Minute 5:50 werden hier die Verantwortlichen für die Mißstände in den Pflegeheimen klar und unmißverständlich benannt!

Aus eigener Erfahrung kann ich jede Zeile dieses Buches nachvollziehen.
In meinen Augen waren die 3 Jahre Aufenthalt in einem Pflegeheim
für meinen Bruder Folter, an deren Ende ein noch immer nicht ganz
geklärter qualvoller Tod stand.

Ja, "Auch alte Menschen haben Rechte" . . .
aber es scheint kaum jemanden zu kümmern,
ob diese Rechte mit Füßen getreten werden.

Beide Autoren warten nun darauf, daß sich endlich einmal jemand
findet, der eine Verfassungsklage anstrengt . . . (Seite 125 und 184)
- Wenn ich das Geld dazu hätte, ich würde das sofort tun.
- Oder findet sich da etwa ein Rechtsanwalt, der mir nach dem Motto
- "Pro bono publico" zur Seite stehen mag?

Samstag, 1. Juni 2013

Altenpflege: Steht endlich auf und wehrt euch!


Es wird geredet und geschrieben.
Seit Jahren schon.
Aber geändert hat sich nichts.
Die Politiker sitzen das Thema aus.
Und das Volk wird müde ob der ewigen Wiederholungen in den Medien, stumpft ab und resigniert.
Da ändern auch solche Talkshows, wie die von Maybrit Illner oder "Menschen bei Maischberger", kaum etwas.

Noch einmal zur Erinnerung:
Der SWR berichtete im Fernsehen und im Internet . . . im Jahre 2009 (!)
Pflegenotstand bei Dekubitus

Das ist nur einer dieser Berichte.
Andere Berichte oder gar TV-Sendungen werden sogar nachträglich unterdrückt (?) und wieder aus der Mediathek verbannt.
Siehe Panorama-3, die Sendung vom 11. Dezember 2012 . . .
"Warum versagen die Heimkontrollen?"
Ich berichtete am 24. Januar 2013 unter dem Titel
Panorama-Internetseite verschwunden: Einstweilige Verfügung?

Ja, der MdK reagiert und vergibt eine schlechtere Pflegnote für ein solchermaßen erwischtes Pflegeheim.
Die Note für die Bewertung des Pflegeheimes ändert sich, aber das Problem wird nicht wirklich angefaßt und gelöst.

Mein Appell an die Angehörigen von schlecht oder gar "gefährlich" gepflegten Heimbewohnern:
Steht auf und wehrt euch!
Von Demenz, Schlaganfall oder anderem Gebrechen Betroffene können oft nicht mehr für ihre Rechte sorgen.
Also seid ihr in der Pflicht!
Kämpft für die Rechte eurer Lieben, wenn ihr sie schon nicht selber zu Hause pflegen könnt!

Wartet nicht so lange wie ich.
Ich habe diesen Kampf um ein würdiges Leben und Sterben meines Bruders nach 3 Jahren verloren.
Mir blieben nur noch zwei Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft zu Hamburg: 
7202 UJS 623/13 und der Einstellungsbescheid 7200 Js 65/13

Lernt aus meinen Fehlern und aus den Fehlern Anderer.
Solidarisiert euch.
Und wartet nicht auf die Politik oder bis die Justiz endlich in die Puschen kommt!
→ Siehe auch meinen Beitrag vom 16.04.2013: → Folter im Altersheim mit Todesfolge?

Wartet nicht, bis ihr da auch nur noch so ein Aktenzeichen genannt bekommt!

Samstag, 18. Mai 2013

Die demographische Lüge - II.

Warum wir positiv in die Zukunft blicken können
Ein Beitrag vom 2. Januar 2012 von Gerd Bosbach in der Süddeutsche.de

Recht hatte der Autor . . .
Ja, wenn da nur nicht diese von den Lobbyisten eingewickelten Politiker wären!
Siehe auch meinen Beitrag zu diesem Thema vom 17. März 2013

Freitag, 10. Mai 2013

Pflege in Dänemark

So sieht die Pflege in unserem nördlichen Nachbarland Dänemark aus:

Pflege der Zukunft

Nur ein paar Zitate aus dem Blog:

"Als ich noch in Deutschland gearbeitet habe, habe ich mich oft gefragt ob wir die Menschen pflegen bis sie sterben oder ob wir sie pflegen damit sie sterben."

und

"Wann wird Deutschland endlich die Augen aufmachen und anstelle von ständig nur alles in den Medien breit zu treten und von Verbesserungen  zu reden auch mal handeln damit es sich verbessert."

Donnerstag, 9. Mai 2013

Ein Gespräch von Mann zu Mann

Zum Vatertag (Himmelfahrt), zum Muttertag und für alle trüben Tage.
Dieses YouTube-Video ist nicht nur etwas für Männer, sondern auch für geplagte Mütter!

        Eine Diskussion unter 4 Augen

Die am Anfang eingeblendete Werbung kann nach ein paar Sekunden
zum Überspringen angeklickt werden . . . 

Samstag, 27. April 2013

Rechtanwaltliche Hilfe "pro bono publico"

Letzte Aktualisierung am 3. Mai 2013 - 09:14 h
Ein Hilferuf in eigener Sache . . .
und für Vereine und Selbshilfegruppen, in denen ich tätig bin.


Wer von Pflegefehlern im Alten- oder Pflegeheim betroffen ist, der ist oft verraten und verkauft.
Wagt man es dann als Angehöriger gar, sich bei der Heimaufsicht Hilfe zu suchen, indem man sich beschwert, so kann das leicht ins Auge gehen.
- Pflegeheim-Betreiber wehren sich da oft mit Zähnen und Klauen . . . und sie haben schnell einen Rechtsanwalt bei der Hand.
Einen dieser Fälle habe ich am Landgericht zu Hamburg als "Pseudo-Öffentlichkeit" miterleben dürfen.
Rechtsschutz-Versicherungen von Angehörigen lehnen die Kostenübernahme in solchen Fällen auch fast immer ab. Wem dann die Finanzkraft fehlt, um einen Anwalt zu bezahlen, der sieht das Recht in der Ferne entschwinden.

Nun gibt es da eine oft unbekannte Gepflogenheit, daß Rechtsanwälte durchaus auch einmal bereit sind, kostenfrei zu arbeiten, wenn es um Dinge im sozialen Bereich geht und diese Dinge auch für die Öffentlichkeit (und auch für das Image des Anwaltes) von Interesse sind.
Es entsteht da oft auch eine sogenannte Win-Win-Situation, wie hier in dem Artikel des folgenden Links dargestellt:

Pro bono: Rechtsberatung für einen guten Zweck
und
Pro Bono: Advokaten mit Herz

Für einen mich persönlich betreffenden Fall suche ich nun so einen Anwalt.

Bei meinem Auftreten als Nebenkläger würden die Anwaltskosten
möglicherweise vom Staat zu tragen:
Warum lohnt sich die Nebenklage

Der Fall:
Ein Angehöriger ist, nach einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Hamburger Pflegeheim,
im Krankenhaus unter Umständen gestorben, die grobe Pflegefehler im Pflegeheim vermuten lassen.
Zunächst geht es nur um die Beschaffung der Daten eines Obduktionsergebnisses.
Die Obduktion (zur Ermittlung der Todesursache) wurde von der Staatsanwaltschaft Hamburg veranlaßt; das Aktenzeichen liegt mir vor.

Ich bin Mitglied in diesen Vereinen bzw. Selbshilfegruppen:

Schlaganfall-Selbshilfegruppe Hamburg-Harburg, Treffen im Rieckhof-Harburg
Pflege-Selbsthilfeverband e.V., Adelheid von Stösser, 53562 St. Katharinen

wir pflegen – Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V.
c/o Dr. Hanneli Döhner (Vorstandsvorsitzende), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Sie sind Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin?
Sie stehen dem Gedanken "pro bono publico" nicht ablehnend gegenüber?
Es macht Sie betroffen, was zur Zeit fast täglich in den Medien über die Misere im Pflegebereich berichtet wird?
Dann bitte ich Sie recht herzlich, mir eine eMail zu schicken oder bei mir anzurufen.
Die Kontakt-Daten finden Sie hier im Impressum oder nutzen Sie mein  Kontakt-Forumlar

Noch habe ich meinen Glauben an ein angemessenes soziales Miteinander nicht ganz verloren. Helfen Sie mit, denn die Politiker scheinen nicht wirklich daran interessiert zu sein, ein erträgliches soziales Klima zu schaffen und aufrecht zu erhalten!

Donnerstag, 25. April 2013

Nein, es ist nicht sinnlos . . .

Heute möchte ich euch einmal eure Aufmerksamkeit auf einen bemerkenswerten Blog lenken.
Es ist der Blog einer Betreuerin in Hamburg, die ihren Beruf aufgeben will.

Ab und zu kann ich mich nicht enthalten, auch dort mal den einen oder anderen Kommentar abzugeben:

Nein, es ist nicht sinnlos . . .
Guten Morgen kwazulu!

Ihr "Fazit: Es ist sinnlos!" ist zwar verständlich, aber ich möchte dieses soo nicht mit tragen.
"Steter Tropfen höhlt den Stein." ist ein altes Sprichwort und die liebe Wikipedia.de stützt dieses auch noch ein wenig.
Schauen Sie einmal hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Querulant
Dort steht ein bemerkenswerter Satz, der uns Mut machen sollte, auch immer einmal wieder "gegen den Strom zu schwimmen":
Auf der anderen Seite tragen Querulanten durchaus zur Verbesserung des Rechtssystemes bei.
Es wird zum Beispiel geschätzt, dass 80 % der höchstrichterlichen Entscheidungen auf Querulanten zurückgehen.[7]

Daß man beim Kampf gegen die Windmühlen der Behörden auch ab und zu eine Verschnaufpause braucht, ist verständlich.
Bedauerlicher ist dabei allerdings die Tatsache, daß zur Durchsetzung des Rechtes Geld nötig ist, das auch mir fehlt.
Daher gilt es zunächst einmal, Rechtsanwälte in Deutschland aufzuspüren, die zeitweilig auch auf der Basis "pro bono publico" zu arbeiten bereit sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_bono


Falls hier ein Rechtsanwalt mit liest, so bitte ich diesen recht herzlich um einen Kommentar zum Thema "pro bono publico" 

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Link zum Thema:
Rechtsberatung für einen guten Zweck